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Warum
Minergie?
Minergie-Bauten:
Gut isoliert und gut durchlüftet
Minergie ist
ein Baustandard mit dem Ziel, die Lebensqualität der Bewohner
zu steigern. Das wird erreicht mit einer dichten Gebäudehülle
und einer so genannten Komfortlüftung, die sicherstellt, dass
im Haus immer frische Raumluft vorhanden ist. Damit ein Gebäude
das Minergie-Zertifikat erhält, darf es im Jahr höchstens
42 kWh/m2 verbrauchen, was vier Liter Heizöl pro m2 beheizte
Wohnfläche entspricht. Dabei dürfen die Gebäudekosten
höchstens zehn Prozent über jenen eines konventionellen
Hauses liegen. Franz Beyeler, Geschäftsführer von
Minergie, betont, dass eine gute Gebäudehülle das A und
O eines guten Hauses ist und dass dort auf keinem Fall gespart
werden sollte. Die folgende Rechnung zeigt weshalb: Ein
konventionelles Haus verbraucht etwa 2500 Liter Heizöl pro
Jahr, während ein Minergie-Haus 1000 Liter braucht. Bei einem
Preis von 80 Franken pro 100 Liter spart man also jährlich
1200 Franken. Mit diesem Geld kann man später beispielsweise
schönere, teurere Böden legen lassen. Wären alle
Häuser gemäss Minergie-Standard gebaut, würden in
der Schweiz 90 Millionen Kilogramm CO2 weniger emittiert, wir
würden 4 Milliarden Franken weniger für Heizenergie
ausgeben. Das entspricht einem Prozent des Bruttosozialprodukts.
Derzeit verfügen in der Schweiz gut 6000 Gebäude mit
einer totalen Energiebezugsfläche von 6 Millionen m2 über
das Minergie-Zertifikat. Diverse Banken gewähren bei
Minergie-Häusern eine Zinsreduktion auf die
Hypotheken.
Quelle: Migros-Magazin 49, 4.12.06,
Energie-Extra, S. 50
Infos: www.minergie.ch
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