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Welche Heizung?



Oelheizung

ökonomisch:
+ Installation relativ billig
+ oft Tank schon vorhanden
- Lagerungskosten, Tank
- Oelpreise steigen unabhängig von einzelnen Schwankungen weiter, da die Oelvorräte begrenzt sind und die Förderung immer teurer wird
- der Preis des Brennstoffs ist abhängig von politischen Konflikten im Ausland
- CO2-Abgabe

ökologisch:
+ keine
- starker Luftverschmutzer
- CO2-produzierend, d.h. klimaerwärmend


Erdgasheizung (nur in Gebieten mit Erdgasanschluss möglich)

ökonomisch:
+ Installation billig
+ braucht sehr wenig Platz
+ braucht keinen Tank
- Gaspreise steigen unabhängig von einzelnen Schwankungen weiter, da die Gasvorräte begrenzt sind und die Förderung immer teurer wird
- der Preis des Brennstoffs ist abhängig von politischen Konflikten im Ausland
- CO2-Abgabe

ökologisch:
+ keine
- starker Luftverschmutzer (etwas weniger als Oel)
- CO2-produzierend, d.h. klimaerwärmend


Blockheizkraftwerk mit Erdgas

ökonomisch:
+ zugleich Stromproduktion (kann ev. ins Netz eingespiesen, d.h. verkauft werden)
- Installation relativ teuer
- Gaspreise steigen unabhängig von einzelnen Schwankungen weiter, da die Gasvorräte begrenzt sind und die Förderung immer teurer wird
- der Preis des Brennstoffs ist abhängig von politischen Konflikten im Ausland
- CO2-Abgabe

ökologisch:
+ guter Wirkungsgrad
- Luftverschmutzer
- CO2-produzierend, d.h. klimaerwärmend


Brennstoffzellen mit Erdgas (chemische Reaktion mit Gas und Elektrolyten, sog. "kalte Verbrennung", produziert Wärme und Strom)

ökonomisch:
+ zugleich Stromproduktion (kann ev. ins Netz eingespiesen, d.h. verkauft werden)
- für Bereich EFH / einzelne MFH erst Prototypen
- Herstellung stark monopolisiert wegen enormer Forschungs- und Entwicklungskosten (in der Schweiz Sulzer Hexis)
- Gaspreise steigen unabhängig von einzelnen Schwankungen weiter, da die Gasvorräte begrenzt sind und die Förderung immer teurer wird
- der Preis des Brennstoffs ist abhängig von politischen Konflikten im Ausland
- CO2-Abgabe

ökologisch:
+ sehr guter Wirkungsgrad
- Luftverschmutzer
- CO2-produzierend, d.h. klimaerwärmend


Elektrowärmepumpe

ökonomisch:
+ Installation relativ (bei schlechtem Wirkungsgrad) billig
+ braucht wenig Platz
+ braucht keinen Tank
+ braucht kein Kamin
+ Energiekosten (aber nur bei gutem Wirkungsgrad) relativ günstig
- Wärmepumpe mit gutem Wirkungsgrad benötigt sehr lange Erdwärmesonden (teuer)

ökologisch:
+ bei gutem Wirkungsgrad und nicht luftverschmutzender Stromproduktion positiv
+ teilweise nicht CO2-produzierend, d.h. nicht klimaerwärmend (abhängig von der Art der Stromproduktion)
+ bei zunehmendem Anteil sauberer Stromproduktion (Solarzellen, Windkraft, Gezeitenkraftwerke, unter gewissen Bedingungen Wasserkraft) sinnvoll
- Risiko Atomkraftwerke (abhängig von der Art der Stromproduktion)
- Risiko atomare Endlagerung (abhängig von der Art der Stromproduktion)
- die ökologischen Probleme werden sozusagen ausgelagert, d.h. sie entstehen nicht am Ort der Heizung, sondern allenfalls am Ort der Stromerzeugung (abhängig von der Art der Stromproduktion); mit der sogenannten Liberalisierung (Globalisierung) des Strommarktes steigen nicht nur die Strompreise massiv (so z.B. in der EU geschehen), sondern auch die Stomverluste (durch Transporte werden heute bis 20% des Stromes vernichtet), und die an sich saubere Wasserkraft wird in Pumpspeicherkraftwerken z.T. nur noch zur Profitmaximierung missbraucht, wobei Pumpspeicherkraftwerke z.T. mehr Energie verbrauchen, als sie produzieren


Fernheizung

ökonomisch:
+ braucht wenig Platz
+ braucht keinen Tank
+ braucht kein Kamin
- dort, wo nicht in unmittelbarer Nähe eine Fernheizleitung vorhanden ist, sind die Installationskosten oft sehr hoch, da sich der Lieferant oft nicht oder nur zu geringen Teilen an den Erstellungskosten der Abzweiger von der Fernheizleitung beteiligt)
- der Preis der Energie ist in Verträgen oft teilweise an den Oelpreis gebunden (mit allen Risiken – siehe Oelheizung)

ökologisch:
+ Fernheizkraftwerke sind meistens mit den neusten Luftfilterungstechnologien ausgestattet


Holzeizungen (Stückholz und Pellets)

ökonomisch:
+ relativ niedrige Energiekosten
+ nicht abhängig von Rohstoffverknappung und politischen Konflikten im Ausland
+ keine CO2-Abgabe
- etwas höhere Investitionskosten als für Oel und Gas
- die Stückholzverarbeitung ist in städtischen Lagen u.U. zu teuer, hier sollte auf Pelletsheizungen gesetzt werden (Pellets sind in der ganzen Schweiz erhältlich)
- Kosten und Platz für die Lagerung

ökologisch:
+ CO2-neutral, d.h. die Verbrennung von Holz produziert nicht mehr CO2 als das Verfaulen des Holzes im Wald – im Gegenteil reduziert die Wiederaufforstung ehemals bewaldeter Gebiete die weltweite CO2-Produktion (sog. CO2-Senken); Bäume reduzieren generell das CO2 in der Umwelt mittels Photosynthese, so dass über den ganzen Kreislauf im Gegensatz zur Verbrennung der fossilen Brennstoffen Kohle, Oel und Erdgas, die ohne Verbrennung noch Millionen von Jahren unter der Erdoberfläche lägen, kein zusätzliches CO2 entsteht.
+ Feinstaub ist bei modernen Stückholz- und Pelletsheizungen im Gegensatz zu alten Holzheizungen und vor allem zu offenen Cheminées (letztere haben zudem einen extrem niedrigen Wirkungsgrad, was das Feinstaubproblem noch vervielfacht) kein Problem
- keine


Solaruntersützung der Heizung in Verbindung mit solarer Warmwassererzeugung (eine reine Solarheizung würde einen riesigen Saison-Wasserspeicher bedingen, der in der Regel sehr teuer ist)

ökonomisch:
+ praktisch keine Energiekosten
+ nicht abhängig von Rohstoffverknappung und politischen Konflikten im Ausland
+ keine CO2-Abgabe
+ niedrige Investitionskosten
+ oft subventioniert
- keine

ökologisch:
+ optimal (die Behauptung, die Energie für die Herstellung der Warmwasserkollektoren sei grösser als die von ihnen produzierte Energie, stimmt nicht)
+ CO2-neutral
- keine


Keine Heizung (nur in sogenannten Passivhäusern möglich)

in jeder Hinsicht optimale Variante (das Haus wird nur von der Sonne und einigen Elektrogeräten wie Kühlschrank, Computer, Beleuchtung geheizt); höhere Investionskosten, fast keine Energiekosten, aber nur in guten besonnten Gebieten ohne Hochnebel realisierbar)


Fazit (Rangfolge):

1. Passivhaus
2. Solare Heizungsunterstützung
3. Pellets- und Stückholzheizung oder Fernwärme
4. Wärmepumpe (nur unter optimalen Bedingungen mit sehr langen Erdsonden)



Swiss Re sponsert Hybridautos, Holzheizungen und Generalabos: Die Rückversicherung zahlt ihren Mitarbeitenden bis zu 5000 Franken, wenn diese privat Kohlendioxid sparen. Von Angela Barandun Zürich. – Wer demnächst eine neue Heizung installieren lassen muss, sollte sich überlegen, den Arbeitgeber zu wechseln. Ab sofort und bis Ende 2011 unterstützt die Swiss Re ihre Mitarbeitenden als erstes Schweizer Unternehmen darin, ihren Kohlendioxid- Ausstoss zu verringern – mit bis zu 5000 Franken. Kohlendioxid (CO 2) wird heute als wichtigster Faktor für den so genannten Treibhauseffekt gesehen. Bei der Anschaffung von Sonnenkollektoren, einer Holzheizung, eines Gas- oder Hybridautos, einer Wärmepumpe oder eines Generalabos erhalten Swiss-Re-Mitarbeitende in der Schweiz die Hälfte ihrer Investition gutgeschrieben, bis maximal 5000 Franken in den nächsten fünf Jahren. In der Schweiz können knapp 3000 Mitarbeitende von dieser Vergünstigung profitieren. (Tages-Anzeiger 6.01.07, Seite 1) Die Rückversicherung zahlt ihren Mitarbeitenden bis zu 5000 Franken, wenn diese privat Kohlendioxid sparen. Von Angela Barandun Zürich. – Wer demnächst eine neue Heizung installieren lassen muss, sollte sich überlegen, den Arbeitgeber zu wechseln. Ab sofort und bis Ende 2011 unterstützt die Swiss Re ihre Mitarbeitenden als erstes Schweizer Unternehmen darin, ihren Kohlendioxid- Ausstoss zu verringern – mit bis zu 5000 Franken. Kohlendioxid (CO 2) wird heute als wichtigster Faktor für den so genannten Treibhauseffekt gesehen. Bei der Anschaffung von Sonnenkollektoren, einer Holzheizung, eines Gas- oder Hybridautos, einer Wärmepumpe oder eines Generalabos erhalten Swiss-Re-Mitarbeitende in der Schweiz die Hälfte ihrer Investition gutgeschrieben, bis maximal 5000 Franken in den nächsten fünf Jahren. In der Schweiz können knapp 3000 Mitarbeitende von dieser Vergünstigung profitieren.

 

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