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Ist
Regenwassernutzung sinnvoll?
Täglich
400 Liter Wasser pro Person!
Die 3000
Wasserversorgungen in der Schweiz gewinnen jährlich 1
Milliarde Kubikmeter Trinkwasser, was ungefähr dem Inhalt des
Bielersees entspricht. Für die Verteilung unterhalten sie ein
53 000 Kilometer langes Leitungsnetz. Der durchschnittliche
Trinkwasserverbrauch liegt bei etwa 400 Litern pro Kopf und Tag.
Die Branchenorganisation SVGW geht dem Thema auf ihrer Homepage
(www. trinkwasser.ch) mit interessanten Informationen auf den
Grund. (Quelle: Umwelt 4/06, S. 46)
Den
Greifensee leer getrunken
Zürich. – Im Kanton
Zürich wurden im Jahr 2005 gut 140 Millionen Kubikmeter
Trinkwasser verbraucht. Das ist etwa gleich viel Wasser wie im
Greifensee Platz hat. Effektiv wird allerdings nirgends
Greifensee- Wasser getrunken. Dafür ist 40 Prozent des
Trinkwassers aufbereitetes Wasser aus dem Zürichsee. Würde
nie neues Wasser in den Zürichsee nachfliessen, reichte das
Zürichsee-Wasser dennoch für Generationen. Insgesamt
fasst der See 3300 Millionen Kubikmeter Wasser. Mit Ausnahme
von Winterthur und des Weinlandes wird in allen Regionen des
Kantons Zürichsee- Wasser getrunken (siehe Grafik). Neben dem
Seewasser stammt 20 Prozent des Zürcher Trinkwassers aus
Quellen, und 40 Prozent sind Grundwasser.
Laut dem neusten
«Statistischen Jahrbuch » haben Zürcherinnen und
Zürcher 2005 pro Kopf jeden Tag 305 Liter Wasser gebraucht.
Darin inbegriffen ist der Verbrauch von Industrie und
Landwirtschaft. Im Vergleich mit den letzten Jahrzehnten wird
heute weniger Trinkwasser benötigt. In diesem Zeitraum ist
der Kanton vom Industrie- und Landwirtschaftskanton zum
Dienstleistungskanton geworden.
Überdurchschnittlich
viel Trinkwasser benötigen nicht nur Menschen in der Stadt
Zürich. Am allerhöchsten ist der Wasserverbrauch in
kleinen Gemeinden wie Ellikon, Lindau, Eglisau oder Rheinau. Meist
sind dies Gemeinden mit hohen Anteilen an Quellwasser. Dort
überlaufen in niederschlagsreichen Zeiten die
Reservoire. Und das beim Einlauf gezählte Wasser fliesst
ungenutzt in den nächsten Bach. (sch)
www.
statistik.zh.ch/jahrbuch
Tages-Anzeiger 3.01.07 S.
15
Regenwasser kann für
WC-Spülungen, Waschmaschinen (kalkarmes Wasser) und für
die Gartenbewässerung genutzt werden!
Oekologisch
ist es sinnvoll, für WCs, Waschmaschinen und den Garten nicht
das sorgfältig aufbereitete Trinkwasser zu verwenden, das
hierzulande Mineralwasserqualität hat.
Allerdings ist
wegen der niedrigen Trinkwasserkosten in der Schweiz eine
Regenwasseranlage ökonomisch nur unter optimalen Bedingungen
rentabel.
Wir haben an der Spiegelgasse eine
Regenwasseranlage für die WCs, die Waschmaschine und die
Bewässerung der Pflanzen auf der Dachzinne installiert.
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